Schreibflow – Mythos oder Realität?

von Laura Bordihn

Aus gegebenem Anlass:

Dieser Blogartikel wurde von mir selber verfasst, AI war zu keinem Zeitpunkt im Spiel.

Viel Spaß beim Lesen:)

Wir kennen es doch alle. Das idealisierte Bild des Schriftstellerlebens. 

Frisch und munter aus der Dusche heraus wird Kaffee gebrüht, während die ersten Sonnenstrahlen dein Gesicht wärmen und die Luft von munteren Vogelstimmen erfüllt ist. Und dann ab an den Schreibtisch und deine Finger fliegen geradezu über die Tasten, während du vollkommen in deiner Welt versinkst, die Zeit wie im Flug vergeht und du der Fertigstellung deines Buchprojekts an diesem Tag wieder ein beträchtliches Stück näher gekommen bist. Aber ist das wirklich so? Nein, natürlich nicht. 

Gut, vielleicht manchmal in Ausnahmefällen. 



In diesem Artikel möchte ich dir aus meiner Erfahrung heraus einige hilfreiche Tipps geben, wie du kontinuierlich und produktiv an deinen schriftstellerischen Projekten arbeiten kannst, Frustration und Stagnation im Keim ersticken kannst, selbst wenn du dich gelegentlich mit dem Feind eines jeden Autors konfrontiert siehst: Der Schreibblockade.

1 Plotte deine Romanidee gewissenhaft


Kennst du den Unterschied zwischen einem Plan und einer Strategie?

Ein Wanderer, der seinen Weg hinauf auf den Berg mit einem roten Stift in seiner Karte rot markiert, hat einen Plan. Ein anderer Wanderer fixiert nur die Bergspitze mit seinen Augen und weiß: Genau dort will ich hin. Für mich liegt der perfekte Plot genau in der goldenen Mitte. Zwischen Plan und Strategie. Bei deinem Plot geht es nicht darum, jede Station deiner Handlung akribisch zu planen, sondern die markanten Meilensteine festzuhalten, gewisse Leitplanken in deinem Roman zu setzen. Indem du dir von Anfang an gewisse Freiräume in deiner Handlung lässt, gibst du deinen Romanfiguren die optimalen Voraussetzungen, sich natürlich und eigenständig zu entwickeln.


Deine Charaktere mögen deine Schachfiguren sein, die du über dein Spielbrett aus Buchstaben manövrierst, dennoch entwickeln sie im Laufe der Zeit ihr Eigenleben. Du wirst dich freier, flexibler und kreativer in deinem Schreibprozess fühlen, wenn du phasenweise einfach ins Blaue hinein schreiben kannst ohne die Befürchtung haben zu müssen, von deiner eigentlichen Romanidee abzudriften. Denn dazu sind deine Meilensteine da, die du gewissenhaft und mit Überlegung setzen solltest. Noch einmal kurz und prägnant zusammengefasst: Ein Plot ist keine To-Do-Liste. 



2 Setze dir eine persönliche Deadline


Wenn du nun deinen Plot entworfen hast, ist es wichtig, dass dein Projekt nicht einfach so »herumdümpelt«. Auch wenn es sich um deinen Debutroman handelt und dir kein Verlag mit einem offiziellen Abgabetermin im Nacken sitzt, ist ein angemessener Zeitraum ein wesentlicher Erfolgsfaktor für dein Projekt. 


Ist es nicht ein schöner Anreiz zu wissen, dass dein fertiges Manuskript innerhalb z.B. eines Jahres vor dir auf dem Tisch liegen könnte?

Trotzdem – setze dir ein für dich realistisches Datum. Nicht jeder schreibt wie Nora Roberts in bahnbrechender Geschwindigkeit sechs Romane im Jahr. 



3 Schaffe dir ein inspirierendes Umfeld

 
Dein Roman verdient ein schönes Ambiente. 

Bevor ich mit der Arbeit an meinem Roman beginne, achte ich immer darauf, dass ich jegliche Unordnung auf meinem Schreibtisch beseitigt habe. So behalte ich den perfekten Überblick über meine Notizen und fühle mich generell wohler in einer aufgeräumten, "cleanen" Atmosphäre. Ich kann euch wirklich ans Herz legen, die Bücher die ihr gerade lest oder die euch besonders wichtig sind, neben euch auf dem Schreibtisch zu drapieren.


Der Anblick dieser fertigen Werke und der Duft nach Papier, der aus den Seiten strömt, löst bei mir eine besonders motivierendes und inspirierendes Gefühl aus. Falls ihr ein Tablet besitzt, könnt ihr es neben euch aufstellen und für die Recherche nutzen - auch während des Schreibens kommt hin und wieder die ein oder andere Frage auf. So müsst ihr nicht immer eure Datei schließen und bleibt im gedanklichen Fluss. 



4 Nehme dir bewusst Zeit zum Schreiben


Es ist wirklich nicht immer einfach, neben Uni, Arbeit und alltäglichen Dingen, die erledigt werden müssen, freie Zeitfenster fürs Schreiben freizuschaufeln. Oftmals fällt es dann einfach hinten runter - was wirklich schade ist, denn die freie Zeit, die wir trotz allem unserem Handy oder Netflix schenken, könnte produktiver genutzt werden. Wenn du täglich oder jeden zweiten Tag eine Stunde in deinen entstehenden Roman investierst, wirst du bereits nach kurzer Zeit einen bemerkenswerten Fortschritt erkennen. 


Erinnere dich selbst regelmäßig an dein Projekt! Klebe dir einen Post-it an deinen Kühlschrank oder setze dir eine Erinnerung auf deinem Handy oder plane ein festes Zeitfenster für deinen Sonntagnachmittag ein. Dein Projekt ist es wert, deine volle Aufmerksamkeit geschenkt zu bekommen. Kontinuität und Hartnäckigkeit bringen dich neben deiner Leidenschaft fürs Schreiben zum Ziel.



5 Besiege deinen inneren Schweinehund


Und nun sind wir wieder ganz am Anfang angekommen. 

Du bist müde, ideenlos und die richtigen Worte wollen einfach nicht aus dir heraussprudeln? Ich habe früher oft den Fehler gemacht und in diesem Zustand auf die rettende Eingebung von oben gewartet. Ja, sicherlich gibt es diese Eingebungen, aber als Autor oder Autorin mit einem festen Ziel und einer persönlichen Deadline (wie wir oben gelernt haben), kommt man schnell in Verzug, wenn man alleinig auf diese Methodik vertraut. Oftmals ist der Schritt an den Schreibtisch der schwerste.

Erfahrungsgemäß kann ich sagen, dass sich selbst an den »inspirationslosen« Tagen der Schreibfluss von alleine einstellt.